Hanfsamen
Die Hanfpflanze ist eine sehr alte und vielfältige Nutzpflanze, die den Menschen seit mehr als tausend Jahren begleitet hat. Denkt man an Hanf so denkt man in unserer Zeit an Haschisch, THC, Cannabis. Das ist aber nur ein kleiner Aspekt von dieser Pfanze. Gefärbt ist der Eindruck von der Pflanze von den Verbotsgesetzen aus dem letzten Jahrhundert.
Die Hanf Pflanze
Die Hanfpflanzen bilden eine Familie. Es gibt zwei große Gruppen, den indischen Hanf und den Kulturhanf. Es handelt sich um ein krautartiges Gewächs, das einjährig ist. Die Blätter sind gesägt und haben eine typische strahlenförmige Gestalt. Meistens sind männliche und weibliche Blüten auf getrennten Pflanzen untergebracht, deswegen nennt man dann diese Pflanzen auch männliche oder weibliche Pflanzen. Allerdings gibt es auch sogenannte einhäusige Formen. Nur die weiblichen Pflanzen enthalten übrigens den betäubenden Stoff THC- Tetrahydrobcannabinol.
Verwendung der Pflanze
Man kann diese Pflanze sehr vielfältig nutzen. Der Kulturhanf wird für Stoffe, für Papier und für Vogelfutter verwendet. Die Pflanze gilt als ausgesprochen genügsam, deswegen kann man auch schlechte Böden mit der Hanfpflanze noch bewirtschaften. Die Verwendung der Pflanze gilt als ökologisch sehr sinnvoll, sie laugt den Boden nicht aus und gibt vielen Insekten Lebensraum. Die Papierherstellung aus den Ligninhaltigen Fasern ist umweltfreundlich und kommt heute vermehrt in der Zigarettenpapier Herstellung zum Zuge.
Der Ölauszug der Pflanze, also das Haschischöl, wurde schon in der Antike als Heilmittel eingesetzt - und natürlich auch zur Berauschung. Schon immer wurde Hanf, vor allem der Indische geraucht.
Hanfsamen
Die Genetik des Hanfes ist, wie bei vielen Gräsern, kompliziert. Vor allem die Holländer haben in den letzten Jahren viel für die Erforschung des Hanfes getan. Es gibt unzählige unterschiedliche Hanf samen und Hanfarten. Der Augenmerk der Holländer liegt natürlich schon auf der berauschenden Eigenschaft des Hanfes und so werden die Samen denn auch in einschlägigen Shops, die es im Internet gibt, beschrieben. Auch Forschungen zum Thema "Aufzucht" sind in den Niederlanden intensiv durchgeführt worden. Es gibt übrigens auch speziell weibliche feminisierte Hanfsamen. Diese Samen sind komplett weiblich. Das ist insofern wichtig, als das befruchtete Pflanzen kein THC mehr ausbilden. Natürlich gibt es auch den THC freien Hanf. Dieser dient dann Zierzwecken - die Pflanze sieht sehr zufrieden und schön aus - oder zur Gewinnung von Fasern.
Hanfsamen als Snack
Der Hanfsamen kann aber auch als Zusatz zu Schokoladen oder pur als Snack benutzt werden. Er hat einen nussigen Geschmack, ist ölreich und enthält viele Belaststoffe. Hanfsamen in dieser Form darf auch in Deutschland genossen werden. Die Schokoladen gelten als Trendlebensmittel.
Rechtliches zu Hanfsamen
Nur in Ausnahmefällen darf man Hanf in Deutschland besitzen. Der Konsum ist bedingt straffrei, man darf ihn sozusagen nur nicht besitzen. Das gilt aber auch nur, wenn man den Hanf oder den Samen im Glauben besitzt, dass es sich um Rauschgift handelt.Das bestellen von Hanfsamen ist also eine heikle Angelegenheit. In Vogelfutter befindet sich oft Hanfsamen (neben Ambrosiasamen). Der Besitz von Vogelfutter ist natürlich straffrei. Nur wenn man sich das Vogelfutter näher anschaut und einem die Erkenntnis teilhaftig wird, dass es sich dabei um Hanfsamen handelt, dann vollzieht sich eine magische, mystische Wandlung. Eine Substanzwandlung vom Vogelfutter zum Rauschgift. Und wenn man das dann besitzt und gar mit Wasser und Erde in Verbindung bringt, dann verstößt man gegen das Betäubungsmittelgesetz.
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